The world from my point of view - love to my No and my friends.

My communication to society, my statements, perspectives and critique.


Donnerstag, 3. September 2009

Ein Orthopäde hat heute eine Sehnenentzündung in meinem Knöchel diagnostiziert und mir ne Woche ohne Longboard verordnet. Eine nette, nervige Gewissheit. Als ich schon mal einen Orthopäden diesbezüglich konsultieren wollte, tat ich es doch nicht und fuhr und boardete zum Ammersee. Die Überzeugung fehlte mir den ganzen Tag über und die Abreise verzögerte sich auf kaum erträgliche Art und Weise. Aber schönes Wetter und schöner See, nette Menschen, netter bass, klarer Himmel und Sternbilder, Warmfrontdurchzug und Gewitter, ein Trip nach meinem Geschmack. Die erste Nacht im Quechua-Zelt mit diesem guten Morgen:


Solche Entscheidungen sind also mehr oder minder eindeutig und das wäre diese ohnehin ja auch gewesen, ohne Schmerz im Fuß. Es bewahrheitete sich ebenso das Übel des Besitzes. Die einen haben Villen und gar Yachten, ich hab meine ganz eigene Freiheit. Fühlte sich schon an wie ein Leben als Aussteiger. Die Annehmlichkeiten der Zivilisation, ein Segen und ein Fluch, aber ich hab die Balance.
Dann hab ich gestern Nacht mit einem Freund getrunken und die Ausnüchterungstage sind nicht ganz so angenehm wie einst, aber in Ordnung. Unschätzbar wertvoll sind die Wolken heute Abend, die mir die Arbeit ersparen mit dem Lidar die Atmosphären zu durchstrahlen.

Sonntag, 30. August 2009

Bewunderung

Und so war es dann auch, mit zu Schmerz geboardetem Knöchel auf den bebassten brettern der roten sonne tanzen.












Mit perfektem Cocktail habe ich das Leben und das Dasein und die Party bewundert, sodass ich über diese urkomische Angelegenheit, diesen Party Exzess, manchmal auch lachen musste, was ich ja sonst auch gern mal tue, denn einen phänomenalen Weitblick bietet eben der Unterschied im Kopf am Rande einer Tanzfläche. Es war in dieser Nacht so angenehm, da doch auch das Übel des Schmerzes der Erinnerung an das geboardete um einiges nachstand. und so verselbstständigte sich Kommunikation und es war pures genießen kultureller, zeitgenössicher Atmosphären.
Heute ist ein Tag ohne Fuß auf Brett, ich trippe so vor mich hin, zu Niandra LaDes and Usually Just A T-Shirt. Eine der Besonderheit dieses Albums entsprechende Zeit lang hatte ich es nicht gehört und nun bewundere ich es wieder.

Freitag, 28. August 2009

Es fühlt sich an als gäbe es hier nur etwas aufzuarbeiten. Nun, ich hatte mich in meinen Klausurvorbereitungen verirrt und verwirrt und bin doch ziemlich heil durchgekommen. Insgesamt zufriedenstellend, im Einzelnen verbesserungswürdig, in Zukunft wohl ohnehin nie mehr so vereinnahmend. Und vereinnahmend war das wohl eher, weil ich das so wollte. Dabei unterliefen Fehler, die mich jetzt nicht mehr bedrücken. Dass ich Klausurphase und Leben immer so rigide trenne verleiht die Unabhängigkeit Abstand zu nehmen, so weit wie ich es will. Bei diesen zehn Tagen segelflugmeteorologischem Praktikum war man weg, aber der Universität noch recht nahe. Nun höre ich gar nichts mehr von meinem Studium, es lässt mich nun in Ruhe solange ich das will. Und vielleicht will ich solange nicht als dass ich nicht muss und vielleicht, wenn Zeit bleibt, weil Priorität wird wohl nicht gewährt, einmal einfach so aus Lust und Laune.
Was derzeit nun passiert ist, ist "sing" von Travis im ersten Moment des breaking out of Praktikum, ist ein trip durch Würzburg pro quechua-zelt, ist sun and board dancing in Arnulf Park, ist eine neue wg zu honorieren, ist die Atmosphäre zu vermessen und away and anywhere und daheim zu sein.
Das Schloß hab ich gelesen und das Ende war das Fragment und Kafka gönnt dir nichts.
Und nun ist da dieser Plan den bayerischen Wald mit dem Longboard zu durchqueren. Board, Zeit, Zelt. Alles da. Nur ist da nun auch Schmerz im Knöchel! Utopia delayed.
Morgen also wieder Knochen auf Brett bewegen, auf dem board und in der roten sonne.
Alles gut so?
mhm.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Ein Bild von törichten Visionen

...und nun hat sie es geschafft, die Wellness- und Mediziner-Fraktion, mich zu gewinnen für ein rauchfreies Leben. Statistik, mediale Meinungsbildung und die anderer zerstören meinen Widerstand, das Leben mit weißem Rauch drum herum. Die schadstoff freien Zeiten nehmen überhand und die Vitalfunktionen freuen sich. Wasser gegen Stress, Bananen und Schokolade und Realität. Vorbei mit den törichten Visionen.

Teer geht nun mal nicht vom Pissen aus den Lungen!
Rauchen macht die Zähne nicht weiß
und Wein den zerkratzten Hals auch nicht wieder so heil!

Nun, aber gut ist das so, ich bin überzeugt.
Diese schönen, sonnigen und verregneten Tage verbringe ich gleichermaßen in einem warm beleuchteten, kleinen, holzvertäfelten Kämmerlein auf einer Eckbank sitzend und darauf bedacht gut zu denken. Ein verkannter Ort, verantwortlich für all meinen journalistischen Wandschmuck, (m)ein Zeitungsleseraum. "memorising stuff, a monkey can do that!" war mein wesentliches Motivationshindernis. Nach der Sinnkrise kam die Überzeugung, "meteorology is what you make it". Ich erkämpf mir also in diesen Tagen Punkt für Punkt in den Klausuren, vier von acht sind done und ich bin sehr zufrieden mit deren Verlauf. Also nun weiter: Lesen, denken, verstehen, anwenden, abstrahieren... tagträumen, pläne schmieden, phantasieren, schlafen, träumen... essen zubereiten, es verzehren, tee trinken, rumradfahren, dabei Musik hören und sie zelebrieren und kommunizieren.
Ich weiß nun immer noch nicht so recht ob mich denn physikalisch-meteorologischer Erfolg glücklich macht, macht Erfolg glücklich oder ist das so wie mit der Dekadenz und der Bescheidenheit? Ich denke, solch in Noten ausgedrückter Erfolg macht nur froh insofern er einem keine Selbstzweifel bereitet. Von Glück kann da nicht die Rede sein. Das Glück des Lebens schwebt nochmal weit jenseits aller Wolken...

Freitag, 10. Juli 2009

Sinn HipHop Altruismus

Die schöne Meteorologie in der Sinn-Krise. Eine Wissenschaft die Wetterphänomene nach ewiger Diskussion mit gewisser Wahrscheinlichkeit prognostiziert, die Aerosole in der Atmosphäre fernerkundet ohne großen Nutzen daraus zu ziehen, die mir einfach nicht als beruflicher Lebensinhalt zu genügen scheint!? Das Wetter ist mir ziemlich egal, ob nun die Sonne scheint oder nicht, ob es regnet oder nicht, who cares? Das Klima liegt mir am Herzen! Es soll bitte nicht zu heiß werden auf diesem schönen Planeten. In Zukunft werde ich Politikern also erklären, dass sie besser noch weniger Treibhausgase ausstoßen lassen mögen, weil es sonst Mensch und Natur bald nicht mehr so gut gehen wird, aber das wissen sie und wir ja bereits. Dumme Sinnfragen, welche Forschung, welche Wissenschaft nützt denn wirklich was, wohl die Medizin. Vom Gelaber über Wetter will ich mir zumindest nicht die Moral verderben lassen, lieber will ich theoretisch und numerisch arbeiten, oder, wie schon einmal beschrieben, abenteuerlich, expeditionistisch... Mal sehen was sein wird und alles was ich weiß ist natürlich dass ich nichts weiß. Beschäftigen tut mich das nur sehr und zu überzeugen bin ich nicht immer.
HipHop, stets hab ich diese Musik gemieden, lieben tue ich sie immer noch nicht, aber Ausnahmen respektiere ich und heute gehe ich zu meinem ersten Konzert. Sinnfragen und Zweifel sind hier ebenso unangebracht, ich will Spaß haben und cool sein, so cool wie nur möglich mit dem derbsten Style, blabla, ja, Spaß werd ich haben, HipHopper sind oft recht lustige Menschen...
Das Nikotin fehlt, die Überzeugung nicht durchwegs, denn die Abstinenz, nein, die Reduktion auf Rauchen des Tabaks anderer in ihrer Gesellschaft lohnt sich kompromisshafterweise schon.

Sonntag, 5. Juli 2009

Nikotin

Ich hab mal wieder, halbherziger denn je, angefangen den Tabakkonsum aufzugeben. Es erscheint mir unmöglich, widersinnig, naiv. Gerade in der Klausurzeit will ich die harte Sucht bekämpfen. Wohl um in diesen rationalen Zeiten noch ein bisschen mehr zu leiden, denn mein Kopf meint oft er könne gar nicht klar kommen ohne diese kleinen Flashes und Pausen. Rauchen macht krank, aber wenigstens nicht dumm. Schlaflos bin ich heute Nacht und ich hoffe es besteht kein Zusammenhang. Sich nicht einmal definitiv dagegen entscheiden zu können lässt das Scheitern schon wie eine Gewissheit erscheinen. Beim letzten Versuch, der ist nicht lange her, hatte ich mir gedacht, dass es einen felsenfesten Entschluss und eine vollkommen überzeugte Haltung erfordere um erfolgreich zu sein. Danach meinte ich, es ginge für mich persönlich eben nicht anders und ich sei willensschwach, genussorientiert, für diese Sucht genau der Richtige, nämlich, weil es mir doch so gut stehe und meine verkopfte Lebensart sich daran ernähre und Rauch auch eben eine unverzichtbare Asthetik habe. Und nun bin ich irgendwie, irgendwann wieder von dieser Meinung abgekommen und suche nach der Überzeugung für das Gegenteil!

edit: google hat mir auch gleich schon die passende Werbung aufs Auge gedrückt: "Jetzt Nichtraucher werden, in nur 2 Stunden durch Hypnose in München.Einfach und sicher:2...." danke.